Wir bieten wir jeden Platz auch zur Kurzzeitpflege an.

Was ist der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege?

Eine Verhinderungspflege kann nur in Anspruch genommen werden, wenn der zu Pflegende (Pflegegrad 2 bis 5)  mindestens sechs Monate zuvor durch eine Pflegeperson im häuslichen Umfeld betreut wurde. Diese Pflegezeit nennt sich „Vorauspflege“. Bei der Kurzzeitpflege entfällt diese Frist von sechs Monaten. Jeder Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad hat Anspruch auf Kurzzeitpflege.

Achtung: Nur wenn Sie einen Pflegegrad beantragt haben und diese genehmigt wurde, erhalten Sie ab dem Monat der Antragstellung Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Wie oft kann Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden?

Es können bis zu 8 Wochen Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Wer die Kurzzeitpflege in Anspruch nimmt, wird nicht automatisch von einer Verhinderungspflege ausgeschlossen. Auch diese kann zusätzlich zur Kurzzeitpflege innerhalb eines Jahres in Anspruch genommen werden. Der tatsächlich mit der Pflegekasse abrechenbare Zeitraum kann weniger als 8 Wochen betragen, wenn der Maximalbetrag (2 x 1.612 €) erreicht wurde, welchen die Pflegekasse übernimmt. Ein Restguthaben des Pflegekassenzuschusses kann nicht ins Folgejahr übernommen werden.  

Wer stellt den Antrag auf Kurzzeitpflege?

Der Antrag auf Kurzzeitpflege muss vom Pflegebedürftigen oder von dessen Vertretungsberechtigtem unterschrieben werden. Das Ausfüllen des Antrages können auch der Sozialdienst eines Krankenhauses oder die Mitarbeiter einer Rehaeinrichtung übernehmen.

Wer hat Anspruch auf Kurzzeitpflege?

Grundsätzlich muss ein Pflegegrad 2 bis 5 vorliegen. In besonderen Fällen ist eine Kurzzeitpflege auch ohne Pflegegrad möglich. Etwa nach einem Krankenhausaufenthalt und/oder schwerer Krankheit. In diesem Fall handelt es sich um eine vorübergehende Kurzzeitpflege nach § 39c SGB V ohne Pflegegrad. Der Antrag muss bei der Krankenkasse gestellt werden.

Welche Gründe für eine Kurzzeitpflege kann es geben?

Vom Krankenhausaufenthalt bis zur Auszeit für pflegende Angehörige – diese Gründe kann es für eine Kurzzeitpflege geben:

  • Nach einem Krankenhausaufenthalt für Personen, die aufgrund ihrer Erkrankung noch nicht alleine leben können und zu Hause niemanden haben, der die Pflege übernehmen kann.
  • Auch Personen, deren Angehörige mit einer fachgerechten Pflege überfordert wären, können nach dem Krankenhausaufenthalt die Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen.
  • Krankheit, Urlaub oder Reha-Aufenthalt des pflegenden Angehörigen.
  • Zur vorübergehenden Überbrückung und Auszeit, wenn die pflegenden Angehörigen physisch/psychisch überfordert sind.
  • Wenn sich eine Krankheit verschlimmert, so dass vorübergehend eine intensivere Betreuung durch Fachpersonal notwendig wird.
  • Zur Überbrückung, wenn ein langfristiger Heimaufenthalt geplant, aber noch kein geeigneter Platz gefunden ist.
  • Wenn die Pflegebedürftigkeit plötzlich eintritt und zu Hause organisiert oder umgebaut werden muss. Zum Beispiel, wenn eine Wohnung behindertengerecht gestaltet werden muss.
Wie hoch sind die Kassenzuschüsse in der Kurzzeitpflege?

Ab Pflegegrad 2 bis 5 übernimmt die Pflegekasse Kosten der allgemeinen Pflegeleistung in Höhe von bis zu 1.612 €/Jahr.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege lassen sich kombinieren, sofern ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht. Dann beträgt der maximale Höchstbetrag 3.224 €/Jahr.

Was versteht man unter Kurzzeitpflege?

Pflegebedürftige Menschen mit einem Pflegegrad haben die Möglichkeit, sich für einen kurzen Zeitraum in einer Pflegeeinrichtung vollstationär betreuen zu lassen. Das gilt für den Fall, dass es bei ihnen zu Hause für diesen Zeitraum keine Betreuungsmöglichkeit gibt. Die Kurzzeitpflege kann bis zu 4 Wochen bzw. bis zu 8 Wochen in Kombination mit der Verhinderungspflege (bis zum maximalen Höchstbetrag von 3.224 € jährlich) in Anspruch genommen werden.